Three Tilapias for Two

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Eventdauer: 30.05.2019 - 01.06.2019


by Nourhan Maayouf

Vernissage May 30th 2019 at 6 pm
Finissage June 1st 2019 at 3 pm

Three Tilapias for Two is a body of work centered on the absence of the male figure in a woman’s life. Told in three parts; Where is the Father?, Five Boys, and Where is the Man?, the combined works are attempts to reconcile reasons with consequences. Absence is emphasized through whimsical, poignant attempts to fill a gap. Ironically, this gap also brings with it an extra burden.

“When my father died, my mother and I would eat the three fish ourselves. But it was too much on our plate.”

‘Where is the Father?’ is a series of self portraits in which the artist wears her father’s clothes, as she often does in real life, as if trying to learn the role she will eventually have to fill in.

In ‘Five Boys’ she reflects on five different and common relationship scenarios. In the series of installations, the zipper acts as a token of attempts and failures; a physical metaphor for what went wrong in a relationship.

‘Where is the Man?’ is a video performance piece which borrows elements from the other parts; the self portraiture in Where is the Father? and the craftiness of Five Boys. In clips from domestic scenes, the woman is going about her daily routine in the company of a two- dimensional newspaper figurine. This absurd, comical setup embodies the imaginary scenarios of the mind, and the yearnings that are fueled by words and stories.

The project is a work of memory about the present, about a woman’s becoming in the space carved by the absence.

Nourhan Maayouf’s work is autobiographical in nature, told through self portraits and staged setups as she explores domestic themes and relationships. Her visual language is one of natural, dramatic lighting, using minimalist methods like simple props around the house and found objects.
The visual interpretation is often literal, bittersweet, and embedded with a layer of dark humor and playfulness.

www.nourhanmaayouf.com

“Drei Tilapias für Zwei” ist eine Arbeit, die sich auf das Fehlen der männlichen Figur im Leben einer Frau konzentriert. In drei Teilen stellt sie Fragen nach: Wo ist der Vater? Fünf Jungen, und Wo ist der Mann? Die miteinander verbundenen Werke sind Versuche, Ursachen und Wirkungen in Übereinstimmung zu bringen. Mittels neckischer, ergreifender Bemühungen, eine Lücke zu füllen, wird das Thema Abwesenheit akzentuiert. Ironischerweise bringt diese Lücke auch noch eine zusätzliche Belastung mit sich.

„Nach dem Tod meines Vaters würden meine Mutter und ich die drei Fische alleine essen. Aber es war zu viel auf unserem Teller. “

„Wo ist der Vater?“ Ist eine Reihe von Selbstporträts, in denen die Künstlerin die Kleidung ihres Vaters trägt, so wie sie es im wirklichen Leben oft tut; als ob sie versuchen würde, eine Rolle zu erlernen, welche sie irgendwann übernehmen muss.

In “Five Boys” sinnt sie über fünf verschiedene und gängige Beziehungsszenarien nach. In einer Reihe von Installationen fungiert der Reissverschluss als Zeichen für Versuche und Misserfolge; eine Metapher für das, was in einer Beziehung schief gelaufen ist.

„Wo ist der Mann?“ ist eine Video-Performance, die Elemente aus den anderen Teilen entlehnt. das Selbstbildnis in Wo ist der Vater? und die Kunstfertigkeit von Five Boys. In Ausschnitten aus häuslichen Szenen durchläuft die Frau ihren Alltag in Begleitung einer zweidimensionalen Zeitungsfigur. Dieses absurde, komische Anordnung verkörpert die unwirklichen Szenarien des Geistes und die Sehnsüchte, die von Worten und Geschichten verstärkt werden.

Das Projekt ist eine Erinnerungsarbeit über die Gegenwart, über das Werden einer Frau in einem von der Abwesenheit geprägten Raum.

Nourhan Maayoufs Arbeit ist autobiografisch; mittels Selbstporträts und Inszenierungen erzählt sie über die Erforschung häuslicher Themen und Beziehungen. Ihre Bildsprache ist eine natürliche, dramatische Beleuchtung, die minimalistische Methoden wie einfache Requisiten des Hauses und Fundgegenstände verwendet.
Die visuelle Interpretation ist oft wörtlich, bittersüss und eingebettet in eine Schicht aus dunklem Humor und Verspieltheit.